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Mein Weg

 

Während meines Studiums des Land-und Wassermanagements in den Niederlanden entdeckte ich mehr und mehr meine Begeisterung für die Simplizität und die Schönheit der Natur. Bald bemerkte ich, dass der akademische Weg mir nicht genügend Ausdrucksmöglichkeiten bieten würde. Dieser Gedanke brachte mich dazu, mich nach dem Studienabschluss auf der Chippendale International School of Furniture in Schottland zu bewerben. 

In dieser Zeit hatte ich die Gelegenheit traditionelle Handwerkstechniken von Meistern verschiedenster Professionen zu lernen. So bekam ich neben dem Fertigen, Restaurieren und Designen von Möbeln auch Einblicke in die Marketerie, das Vergolden, Schnitzen und Furnieren. - Alte Techniken, die zunehmend in Vergessenheit geraten.

Nach meinem Abschluss kehrte ich in meine Heimat Österreich zurück, legte die Prüfung zum Tischlermeister ab und machte mich selbstständig. Inspiriert durch die Ausbildung in Schottland, habe ich mich darauf spezialisiert kunsthandwerkliche Unikate zu fertigen. Den Umweg zu meinem heutigen Beruf bereue ich nicht, denn durch das Wissen meines ersten Studiums habe ich eine besondere Sicht auf unsere natürlichen Ressourcen und deren Schönheit bekommen. Viele Tischler*innen benützen Holz um ihre Ideen, ihre Entwürfe lebendig zu machen. Ich sehe das gerne andersherum. Die Individualität des Holzes ist es, die meine Entwürfe führt. Das Holz geht nicht meinen Weg, sondern ich gehe den Weg des Holzes.